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1. Mai 2021 um 19 Uhr

Gemeinsames Streamen und Gespräch

1. MAI: ALL WORK AND NO PAY

Ein Film von Power of Women Collective

UK 1975, 30 min, OV, Farbe, Ton


Ein zentrales Thema der autonomen Frauenbewegung der 1970er-Jahre war die unbezahlte Hausarbeit – überwiegend von Frauen geleistet – und die damit zusammenhängende gesellschaftliche Arbeitsteilung in die (Re-)Produktions-Sphären. Die deutlich schlechtere Bezahlung von Frauen im Lohnarbeitssektor wurde dabei stets mitproblematisiert. 1972 startete die internationale Kampagne „Wages for Housework“, die in der BRD den Kampagnen-Titel „Lohn für Hausarbeit“ trug. Sie sorgte für eine Politisierung der Hausarbeit und machte die geschichtliche Dimension dieses Arbeitsteilungsmodells bewusst.


Der Kampagnen-Film All Work and No Pay wurde 1975 – auf dem Höhepunkt der Bewegung – vom Power of Women Collective (London, Bristol) produziert und 1976 im BBC-Programm Open Door ausgestrahlt. Das feministische Filmkollektiv London Women’s Film Group war am Dreh beteiligt. Der Film gibt einen tiefen Einblick in diese Kampagne: scharfe Analysen, politische Lieder, Frauen-Gruppentreffen, gewitzten Passantinnen-O-Tönen, Herstellung internationaler Zusammenhänge innerhalb der Frauenbewegung etc. Vielfache Bezüge zu unserer Gegenwart drängen sich auf. Dabei zeichnet den Film aus, dass nicht zuletzt in intersektionaler Perspektive „race, class and gender“ in den Blick genommen werden.


Die Kinothek Asta Nielsen lädt am Tag der Arbeit zum gemeinsamen Streamen von All Work and No Pay ein: Wir „treffen“ uns zunächst zur Begrüßung und Einführung in einem Zoom-Meeting, schauen dann den Film über die Webseite des London Community Video Archive (LCVA) und kommen im Anschluss wieder im Zoom zusammen. Wir wollen über die „unvollendete feministische Revolution“ (Silvia Federici) sprechen, über Fragen wie: Welche Gemeinsamkeiten und welche Differenzen der historischen „Lohn für Hausarbeit“-Bewegung zu den aktuellen „Care-Arbeit“-Bewegungen werden sichtbar? Wie blicken Frauen, die in den 70-Jahren aktiv in der Bewegung waren, heute auf die Geschichte dieser Arbeitskämpfe? Und die große Frage: Warum konnte das Ziel der guten und angemessen bezahlten Sorge für alle noch nicht erreicht werden?


Wir bitten um Anmeldung unter: info@kinothek-asta-nielsen.de


Mit freundlicher Genehmigung von London Community Video Archive (LCVA)



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Liebes Publikum, liebe Freund*innen,


derzeit trifft auch uns das Veranstaltungs-Verbot. Sobald uns Kinoveranstaltungen wieder möglich sein werden, veröffentlichen wir unsere Kinotheks-Programme und -Termine hier und auf unseren weiteren Kanälen.


Wir bleiben über E-Mail und Telefon erreichbar.


Maskiert oder unmaskiert – cinema forever!


Eure Kinothek Asta Nielsen

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Quelle: www.maydayrooms.org

ALL WORK AND NO PAY