LA VIE EN ROSE



Lange Filmnacht
Matinée
3. / 4.April 2004 schauspielfrankfurt

Kuratiert von Karola Gramann
Moderation Nanna Heidenreich und Karola Gramann

 

Programm

Filmnacht
3. April 2004 / 20.00-01.00 Uhr / Großes Haus / € 20,- / erm. €12

Teil I

Sleepy Haven
/ Regie, Buch, Schnitt: Matthias Müller / BRD 1993 / 15 Min. / Farbe
Die Melancholie, die Erinnerung, die Resignation: Matthias Müllers versunkener, assoziationsgetriebener Film erzählt Geschichten des Körpers, der Posen und einer an sich selbst verglühenden Erotik. (Stefan Grissemann)

Eaux d'artifice
/ Regie, Kamera, Schnitt: Kenneth Anger / Musik: Vivaldi, Die vier Jahreszeiten / USA 1953 / 13 Min. / Farbe / Mit: Carmilla Salvatorelli
Gefilmt in den Gärten der Villa d'Este, ist die nächtliche Szenerie von Treppen, Kaskaden, Grotten und überschäumenden Wasserfällen in tiefes Blau getaucht, durch welches die Wasserhexe gleitet, bis sie mit einer Fontäne verschmilzt. Virtuos geschnitten zur Musik Antonio Vivaldis.

Home Movie
/ Regie, Buch, Schnitt: Jan Oxenberg / USA 1972 / 7 Min. / Farbe Die Filmmacherin kommentiert in einem ironischen Wechselspiel zwischen Bild und Sprache das home movieMaterial ihrer Eltern. Ihre Stimme betont den Kontrast zwischen der normalen Außenwelt und dem inneren Gefühl, anders zu sein. (Michelle Citron)

Es hat mich sehr gefreut
/ Regie, Buch, Schnitt: Mara Mattuschka / Osterreich 1987 / 2 Min. / schwarzweiß
Ironisch verfährt die Filmmacherin mit dem berühmten Kaiserwort "Danke, es hat mich sehr gefreut.", das im Zusammenhang mit dem Orgasmus in seiner ganzen unpassenden Formelhaftigkeit deutlich wird. (Bernd Rebhandl)

... und ein Surprise-Film


Teil II

Monsieur Beaucaire
/ Regie: Sydney Olcott / USA 1924 /130 Min. / schwarzweiß / Mit: Rudolph Valentino und Bebe Daniels. / Englische Zwischentitel
/ Am Flügel begleitet von Maud Nelissen
/ In Monsieur Beaucaire legte Valentino besonderen Wert auf die Ankleideszenen, in denen er seinen nackten Oberkörper dem weiblichen Blick preisgab. Je verzweifelter er auf seiner physischen Virilität insistierte, desto unausweichlicher verkörpert er die Rolle des male impersonators, die Hosenrolle der Androgynen, glänzendes Gegenstück zu den female impersonators der amerikanischen Leinwand, Mae West oder die Vamps seiner eigenen Filme. (Miriam Hansen) / In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Filminstitut Frankfurt am Main
                                                  

Die Stummfilme Monsieur Beaucaire und Salomé werden am Flügel begleitet von der international bekannten Pianistin und Komponistin Maud Nelissen aus den Niederlanden.


Teil III

Some like it hot
/ Regie: Billy Wilder / USA 1959 / 120 Min. / schwarzweiß / Mit: Marylin Monroe, Tony Curtis, Jack Lemmon. / Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Jack Lemmon fühlte sich in Frauenkleidern offenbar so wohl, daß einige zeitgenössische Kritiker das als anstößig empfanden. Aber: Nobody is perfect Eine der großartigsten Komödien der Filmgeschichte und ein Klassiker des Grossdressing.
                          


Film-Matinée
/ 4. April 2004/ 13.00-14.45 Uhr/ Großes Haus / € 8,- / erm. € 6

Salomé
/ Regie: Charles Bryant / USA 1923 / 100 Min. / Farbe
/ Mit: Alla Nazimova / Kostüme: Natascha Rambova / Am Flügel begleitet von Maud Nelissen
Nazimovas Salome in durchwegs schwuler Besetzung ist ein Tribut an Oscar Wilde und löste einen unerhörten Skandal aus. Die Szenenbilder und Kostüme stammen von Natascha Rambova, sie sind den Illustrationen von Aubrey Beardsly zu Wildes Theaterstück nachgebildet. Der Film wurde wegen seiner expliziten Darstellung von Homosexualität stark zensiert. Gezeigt wird er heute in einer neu restaurierten, farbigen Fassung. Die Musikbegleitung basiert auf der Originalpartitur. / In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Filminstitut Frankfurt am Main
                 

 

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