Feuer | Wasser | Luft | Erde

DIE ELEMENTE im Film


Eine gemeinsame Veranstaltung von MAL SEH´N e.V. | Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft | Kinothek Asta Nielsen e.V. | Kino des Deutschen Filmmuseums | mit Unterstützung von Institut FranÇais | Gefördert von der Stadt Frankfurt am Main / Dezernat für Kultur und Freizeit | Zur Filmreihe veranstalten Heide Schlüpmann und Karola Gramann ein Seminar am Institut Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft | Die Teilnahme ist offen für interessierte Zuschauer/innen

Programm 1 02.11.2005 · 20:00 Uhr · KURZFILMPROGRAMM
Programm 2 16.11.2005 · 19:00 Uhr
Programm 3 07.12.2005 · 20.00 Uhr
Programm 4 14.12.2005 · 20.00 Uhr
Programm 5

11.01.2006 · 20.00 Uhr · KURZFILMPROGRAMM

Programm 6 19.01.2006 · 20.30 Uhr
Programm 7 25.01.2006 · 20.00 Uhr
Programm 8 08.02.2006 · 22.00 Uhr · Abschlussveranstaltung
wetterfest° 25. – 27.11.2005 · Internationales Wetterfilmfestival


Alle Programme finden im Mal Seh'n Kino statt, außer Programm 6 und wetterfest° im Kino des Deutschen Filmmuseums

Mal Seh'n Kino. Adlerflychtstr. 6
Tel: 069-5970845 · www.malsehn.kino.de

Kino des Deutschen Filmmuseums. Schaumainkai 41
Tel: 069-212-38830 · www.deutsches-filmmuseum.de

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Programm 1

Mittwoch · 02.11.2005 · 20.00 Uhr
MAL SEH´N KINO – Eröffnungsabend – KURZFILMPROGRAMM

DOWNSIDE UP von Tony Hill, GB 1984, 16 mm, Farbe, 17 Min.

Der Film erforscht unsere Beziehungen zum Erdboden. Mit einfachen Kamerabewegungen werden Plätze, Objekte, Leute und Ereignisse umkreist.

VOILIERS ET COQUELICOTS von Rose Lowder, F 2001, 16 mm, Farbe, 4 Min.

Rose Lowders Filme sind Experimente, Erforschungen der kinematographischen Wahrnehmung in der Landschaft der Provence. Den Aufnahmen, die oft im frame-by-frame Verfahren entstehen, liegen sorgfältig ausgearbeitete Partituren zugrunde.

L´AME DES MOULINS von Alfred Machin, F 1912, 16 mm, koloriert, 7Min. Alfred Machin war einer der Hauptvertreter des Pathéschen Imperiums in Belgien und den Niederlanden. Dieser Film wurde in Vollendam gedreht, und wie oft in Machins kurzen Erzählfilmen bildet eine Mühle den Schauplatz dramatischen Geschehens. Virage und Schablonenkolorierung tun ein Übriges, um spektakuläre Wirkungen zu erzielen.

BOSTON FIRE von Peter Hutton, USA 1979, 16 mm,schwarzweiß,15Min. Boston Fire bezieht seine Größe aus der Rhetorik der Rauchschwaden, die aus einer Feuersbrunst in einer Stadt aufsteigen. Der Rauch quillt in dunklen Stößen und mischt sich mit Kaskaden von Wasser, die aus dem off in das Bild stürzen und das Spiel der Elemente rhythmisch orchestrieren. (…) Die Feuerwehrmänner wirken aus der weiten Distanz wie winzige Silhouetten, die in ehrfürchtigem Schrecken hilflos auf die entfesselten Kräfte der Natur blicken. (Leger Grindon, Millenium Film Journal )

ARKTIS – Zwischen Licht und DunkeL von Jürgen Reble,

D 2004, Video, Farbe, 30 Min.

Das Werk versteht sich als die poetische Annäherung an die bizarre Landschaft aus Eis,Gestein und Wasser, eine Reise mit Bildern und Tönen ins Nordpolarmeer und Umgebung. Als Vorlage dienten etwa 70 Szenen in Sekundenlänge aus biologischen und geografischen Filmen über die Arktis. Durch extreme Bearbeitung von Textur, Zeitverlauf und Farb-/Lichtwerten gewinnt das Material eine an Landschaftsmalerei erinnernde Qualität. Für die Toncollage dienten kurze Fragmente aus Naturklängen und Samples aus einem Stück für Streicher und Gesang, die einer ähnlichen Prozedur unterworfen wurden wie die Bilder.

(Jürgen Reble)

DER LAUF DER DINGE von Peter Fischli / David Weiss (Monitorpräsentation im Café)

CH 1987, 16 mm / Video, Farbe, 30 Min.

In einer Lagerhalle wurde mit verschiedenen Gegenständen ein labiles Gebäude aufgebaut, 20 – 30 Meter lang. Wird dieses in Bewegung gesetzt, läuft eine Kettenreaktion ab. Feuer, Wasser, Schwerkraft und Chemie bestimmen den Lauf der Gegenstände, der Dinge. So entstand eine Erzählung über Ursache und Wirkung, Mechanismen und Artistik, Unwahrscheinlichkeit und Präzision.

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Programm 2

Mittwoch · 16.11.2005 · 19.00 Uhr · Frühere Anfangszeit beachten!

MAL SEH´N KINO

EAU/GANGA (Wasser/Ganges) von Velo Viswanadhan, Indien/ Frankreich 1985, 16 mm, Farbe, 158 Min.

Der Film eines Malers, des in Frankreich lebenden Inders Viswanadhan, über einen der größten Ströme der Welt, ist zu einem bewegten Bild geworden. Zwei Stunden ohne Text, nur mit dem Rauschen von Wasser und Wind und den Stimmen der Menschen unterlegt, die am Fluß ihrer Arbeit nachgehen. Viswanadhan beobachtet dokumentarisch genau, aber mit Einstellungen von großer Eindringlichkeit den Fluß selbst mit seinen Veränderungen und das wechselnde Geschehen am Rande. (Carla Rhode, Der Tagesspiegel , Berlin 04.03.1987)



wetterfest°

Internationales Wetterfilmfestival
Freitag 25. – Sonntag 27.11.2005

KINO DES DEUTSCHEN FILMMUSEUMS

wetterfest° ist das weltweit einzige Filmfestival, das sich ganz und gar dem Wetter widmet.

Bei der Auftaktveranstaltung vom 25. - 27.11. dreht sich alles um Wind und Sturm. Filme: The Wind , Victor Sjörström, 1928, am Flügel begleitet von Maud Nelissen; Une Histoire de Vent , Joris Ivens, Marceline Loridan, 1988, in Anwesenheit von Marceline Loridan; Act of God von Peter Greenaway, 1980, Kinderprogramm u.a.

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Programm 3

Mittwoch · 07.12.2005 · 20.00 Uhr

MAL SEH´N KINO

LE SPECTRE ROUGE von Ferdinand Zecca, F 1907, 16 mm, handkoloriert, 10 Min.

Spannendes Duell zwischen einem erhabenen Magier und einer kessen Zauberin unter Einsatz von Feuer, Wasser und den Elementen des Films.

LES RENDEZ-VOUS DU DIABLE von Haroun Tazieff, F 1958, Farbe, 80 Min.

Nach dem Erfolg seines Films Monde du Silence läßt sich Haroun Tazieff 1956 auf das Abenteuer einer achtmonatigen Reise um die Welt ein, auf der er unglaubliche Aufnahmen von den berühmtesten, noch aktiven Vulkanen machte: Sakurajima, Asosa, Taal,

Krakatau, Sumbing, Merapi...

Programm 4

Mittwoch · 14.12.2005 · 20.00 Uhr

MAL SEH´N KINO

DAYS OF HEAVEN ( In der Glut des Südens ) von Terence Malick, USA 1978, 35 mm, Farbe, 90 Min., dt. Fassung, mit Richard Gere, Sam Shepherd, Brooke Adams; Kamera: Haskell Wexler, Nestor Almendros, Musik: Ennio Morricone.

Eine Dreiecks-Liebesgeschichte, die Anfang des 20. Jahrhunderts in Texas spielt: Der Farmarbeiter Bill und und seine Freundin Abby flüchten vor der Polizei nach Texas, wo sie Arbeit bei einem reichen Farmer finden. Als sich der todkranke Farmer in Abby verliebt, beschließen die beiden, dies auszunutzen, um an sein Vermögen zu kommen. Malick hatte für diese Geschichte ein ausgefeiltes Drehbuch erarbeitet, das er allerdings nach einiger Zeit verwarf und statt dessen die Schauspieler ihre Dialoge improvisieren ließ. Mit Days of Heaven verarbeitete Malick die Erfahrungen seiner Jugend als Hilfsarbeiter auf einer Farm in Texas. Ein visuell überwältigender Film.

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Programm 5

Mittwoch · 11.01.2006 · 20.00 Uhr

MAL SEH´N KINO – KURZFILMPROGRAMM

ALLURES von Jordan Belson, USA 1961, 16 mm, Farbe, 7 Min.

Abstrakter Film mit Formen und Strukturen aus der Welt der Moleküle und der Astronomie.

ROCKS AND WAVES Prod. Gaumont, F 1911, 16 mm, viragiert, 3 Min.

Ansicht der gischtenden Meeresbrandung an einer Felsenküste.



WATERFALL
von Arthur & Corinne Cantrill, AUS 1984, 16 mm, Farbe (three-colour-separation), 18 Min.

Bewegungen von Wasser, zerlegt in drei verschiedene Farbschichten mit gleichzeitigen Veränderungen in Aufnahmegeschwindigkeit und Schärfe.

AERIAL von Margaret Tait, GB 1974, 16mm, Farbe, 4 Min.

Das allgemeine Thema ist das der vier Elemente – Erde, Luft, Feuer und Wasser – in einer anderen Anordnung: Luft, Wasser, Erde, Feuer und dann wieder Luft, mit allen Elementen vermischt. Aber der Film ist eher eine Art Lied oder Kinderreim, obwohl ich nichts von musikalischen Strukturen verstehe. Katalog Margaret Tait Werkschau , zusammengestellt von Ute Aurand, Berlin 1994)



GARDEN PIECES

von Margaret Tait, GB 1998,

16 mm, Farbe, 12 Min.

Ein poetisches filmisches Triptychon über einen Garten, bestehend aus real-gefilmten und handgezeichneten Teilen, unterlegt mit einem Pianostück

von John Gray.

STREAMLINE

von Chris Welsby, GB 1976, 16 mm, Farbe, 8 Min.

Eine kontinuierliche Kamerafahrt knapp über der Oberfläche eines Bachlaufs, gedreht auf dem Mount Kinderscout in Derbyshire.

AUS DEN ALGEN

von Schmelzdahin, BRD 1986, S-8, Farbe, 10 Min.

1985 warf ich eine Filmkopie in meinen Gartenteich, ich glaube es war Ali Baba und die 40 Räuber . Etwa ein Jahr später wurde geerntet. Dieser Vorgang ist in Aus den Algen dokumentiert. Anschliessend sieht man das geerntete Material, bei dem nur noch der Bildträger von der ursprünglichen Kopie übriggeblieben ist. Auf dem Träger haben sich Algenkulturen angesiedelt, die nun zum Bildinhalt werden. (Jürgen Reble)

GUSTAV MESMERS TRAUM VOM FLIEGEN

von Hartmut Schoen, D 1983, 16 mm, Farbe, 11 Min. (Kurzfassung)

Gustav Mesmer ist nicht "normal", aber lebt dennoch das, was "normal" sein sollte. Er sieht die Wirklichkeit im Licht seiner menschenfreundlichen Visionen, in denen sich die banalen Dinge und Abfälle des Alltags in wundersame Maschinen verwandeln, die jedem die Schönheiten des Lebens erschließen sollen. Was hat man davon, mit Düsenflugzeugen umherzufliegen? Wäre es nicht viel schöner, mit dem offenen Flugrad, vom Wind umspielt, von Dorf zu Dorf zu fliegen?

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Programm 6

Donnerstag · 19.01.2006 · 20.30 Uhr

KINO DES DEUTSCHEN FILMMUSEUMS

THE RIVER von Jean Renoir, USA 1950, 35 mm, Technicolor, 99 Min.

mit Nora Swinburne, Esmond Knight, Arthur Shields, Thomas E. Breen, Suprova Mukerjee, Patricia Walters, Radha, Adrienne Corri.

Restaurierte Originalfassung.

THE RIVER, der unter meinen Filmen der arrangierteste zu sein scheint, ist in Wirklichkeit der Natur am nächsten. Hätte er nicht eine auf die ewigen Kräfte Kindheit, Liebe, Tod gegründete Geschichte, wäre es ein Dokumentarfilm. Wir zogen in eine Villa am Ufer des Flusses, wo ich fast den ganzen Film drehte. (...) Tief beeindruckten mich die Tempeltreppen, die zum Fluß hinab führe, der Gang der Frauen, ihre Grazie in ihren fliessenden Saris. Leidenschaftlich interessierte mich das Wenige, das ich von ihrem Tanz und ihrer Musik entdeckte, und dieses ergreifende Bedürfnis nach Kontakt. Und was ich als Filmemacher vor allem begeisterte, ist, dass ich in den Farben Indiens einen wundervollen Anlaß sah, meine Theorien über den Farbfilm in der Praxis auszuprobieren. (Jean Renoir, Mein Leben und meine Filme )

Die Aufführung des Films findet zur Erinnerung an Frieda Grafe statt.

Über The River hat sie nicht nur als einen der wunderbarsten Farbfilme

geschrieben, sondern sie präsentierte ihn einmal im Kino des Deutschen Filmmuseums im Rahmen eines Seminars am Institut TFM zum Thema Farbe im Film.

Eric DeKuyper wird eine Einführung zu dem Film geben.

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Programm 7

Mittwoch · 25.01.2006 · 20.00 Uhr

MAL SEH´N KINO

NIAGARA von Henry Hathaway, USA 1953, 16 mm, Farbe, 85 Min., mit Marilyn Monroe, Joseph Cotton, Jean Peters, Originalfassung.

Der dramatische Hintergrund der tosenden Niagara-Fälle ist nichts gegen die wilde Kraft von Rose (Marilyn Monroe), die ihre beiden schärfsten Waffen – ein erotischer Körper und ein mörderischer Charakter – für ihre eigenen Zwecke benutzt. Der Mordplan an ihrem Ehemann (Joseph Cotten) ist raffiniert genug eingefädelt: Mit erotischem Feuer und eiskalter Perfidie bringt Rose ihr Opfer an den Rand des nackten Wahnsinns, während der geheime Liebhaber im Schatten auf seine Chance wartet...

Programm 8

Mittwoch · 08.02.2006 · 22.00 Uhr

MAL SEH´N KINO – Abschlussveranstaltung

FLAMMENDES INFERNO von Irwin Allen/John Guillermin USA 1974, 35 mm, Farbe, 165 Min., mit Steve McQueen, O.J. Simpson, Faye Dunaway, Paul Newman, William Holden, dt. Fassung.

Der höchste Wolkenkratzer der Welt soll mit einer Party im 135. Stockwerk eingeweiht werden. Aber der Bauherr war bei den Sicherheitsvorkehrungen ein bißchen sparsam; als nun ein Feuer ausbricht, ist die Katastrophe da. Flammendes Inferno ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten Katastrophenfilme der Siebzigerjahre; er entstand auf dem Höhepunkt einer Welle ähnlicher Filme ( Erdbeben ) und folgt ganz dem vertrauten dramaturgischen Schema: Unterschiedliche Charaktere in unterschiedlichen Nöten werden mit einer Extremsituation konfrontiert. Der eine wird zum Helden, der andere erweist sich als mieser Knochen.

MAL SEH'N KINO. Adlerflychtstr. 6
Tel: 069-5970845 · www.malsehn.kino.de

Kino des Deutschen Filmmuseums. Schaumainkai 41
Tel: 069-212-38830 · www.deutsches-filmmuseum.de

Kinothek Asta Nielsen e.V.
www.kinothek-asta-nielsen.de                

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