Adjektiv Frau
Film '68 und die Neue Frauenbewegung
29.5. - 1.6. 2008 im Mal Seh'n Kino
Kurzviten der Kuratorinnen und Gäste
Karola Gramann, war mehrere Jahre Direktorin der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen und von 1990-93 Co-Leiterin der Frankfurter Filmschau. Sie arbeitet seit 1989 als freie Kuratorin im In- und Ausland. 1993–2004 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der J.W. Goethe-Universität. 1999 gründete sie zusammen mit anderen die Kinothek Asta Nielsen e.V., deren künstlerische Leiterin sie ist. In dieser Eigenschaft war sie insbesondere für die Konzeption und Gesamtleitung aller großen Veranstaltungen der Kinothek Asta Nielsen zuständig (Retrospektive und Symposion L´Invitation au Voyage. Germaine Dulac, 2002; Rosenfilmfest, zusammen mit Sabine Hartung, 2003; Filmreihe Dark Room: Liebesverhältnisse im Kino und Symposion Die Filmdiva, 2004/5, 2005 und 2007 wetterfest°, Internationales Wetterfilmfestival).
Heide Schlüpmann hat die Professur für Filmwissenschaft am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main inne. Schwerpunkte ihrer Forschung und Lehre sind: Frühes Kino, feministische Filmkritik, Filmästhetik, Kinotheorie. Sie ist Mitherausgeberin der Zeitschrift Frauen und Film und unter anderem Autorin des Buchs Unheimlichkeit des Blicks. Das Drama des frühen deutschen Kinos.
Helke Sander. Abitur in Remscheid. 1957-58 Schauspielschule von Ida Ehre in Hamburg. 1959 Heirat mit dem finnischen Schriftsteller Markku Lahtela (gest. 1981). In Finnland Tätigkeit als Theaterschauspielerin und –regisseurin. 1966-69 Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie. 1968 Mitbegründung des „Aktionsrats zur Befreiung der Frauen“.Gemeinsam mit Regisseurin Claudia von Aleman organisierte sie 1973 das „1. Int. Frauenfilmseminar“ in Berlin, eigentlich das erste deutsche Frauenfilmfestival mit 40 deutschen Erstaufführungen. 1974 gründete sie die Zeitschrift „Frauen und Film“. Als Regisseurin zahlreiche Spiel- und Dokumentarfilme. Helke Sander ist neben Filmarbeiten und Lehrtätigkeiten an der Hamburger Hochschule für Bildende Künste (Professur seit 1981) publizistisch tätig. www.helke-sander.de
Annette Brauerhoch. Studium der Anglistik, Amerikanistik und Theater-, Film-, und Fernsehwissenschaften in München und Frankfurt, Filmkritikerin, langjährige Mitherausgeberin von Frauen und Film, 1998-2001 DAAD-Gastprofessorin an der Columbia University, New York, seit 2001 Professorin für Film- und Fernsehwissenschaften an der Fakultät für Kulturwissenschaften der Universität Paderborn.
Heike Klippel. Professorin für Filmwissenschaft an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Mitherausgeberin von Frauen und Film. Veröffentlichungen zu Themen feministischer Filmtheorie, Zeit, Film und Alltag, u.a. Gedächtnis und Kino (Frankfurt a.M.: Stroemfeld 1997), Play Time – ein Film und 8 Perspektiven (Hg. zus. mit Michael Glasmeier, Münster: Lit 2005); 2008 erscheinen "The Art of Programming" - Film, Programm und Kontext (Hg., Münster: Lit) und Zeit ohne Ende. Essays über Zeit, Frauen und Kino (Frankfurt a.M.: Stroemfeld).
Hilde Wackerhagen. Abitur an der Odenwaldschule, studierte Soziologie, Schul - und Erwachsenenpädagogik in München und Frankfurt, wo sie seit 1968 lebt, war von Beginn an in der Frauenbewegung aktiv (Weiberrat), gehörte dem legendären „Karl-Napp`s-Chaos-Theater“ an (Kleinkunstpreis, Mainz 1980) und arbeitet seit 1984 als politische Solokabarettistin.
Margit Eschenbach. Studium der Geschichte, Sozialwissenschaften und Pädagogik in Frankfurt/Main, danach Aufbau und Co-Leitung der Hermann-Hesse-Schule, Gesamtschule für ehemals Drogenabhängige in Frankfurt/Main. Seit 1978 zuerst freie Tonmeisterin, an 1985 dann eigene Filme als Autorin, Regisseurin, Produzentin Kurzspielfilme, Dokufakes, Dokumentarfilme, Auftragsfilme für verschiedene Sender und Eigenproduktionen. Seit 2003 als Professorin Aufbau des Studienbereichs Film/Video an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich.
Sibylla Flügge. Studium der Rechtswissenschaften an der JWG-Universität Frankfurt am Main, 2. juristisches Staatsexamen 1977. Geburt zweier Kinder. Rechtsanwältin und Lehrbeauftragte an der Fachhochschule Frankfurt am Main. 1987-89 Promotionsstipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung und Studium der Kulturanthropologie an der JWG-Universität Frankfurt am Main. 1990-1993 Referentin für Gesundheitspolitik im Frauenreferat der Stadt Frankfurt am Main. 1993 Promotion zum Thema “Die Reformation der Geburtshilfe”. Seit 1994 Professorin an der Fachhochschule Frankfurt am Main, Fachbereich Sozialarbeit, für das Fachgebiet “Recht der Frau”. Mitherausgeberin der feministischen Rechtszeitschrift STREIT.
Gaby Babic. Gaby Babic studierte Theater-, Film und Medienwissenschaften, Politologie und Germanistik in Frankfurt und Paris. Sie arbeitete zwei Jahre im Goethe-Institut Sarajevo als Programmkoordinatorin und ist derzeit wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Konstanz, wo sie zu visuellen Kulturen in Serbien forscht.
Dr. Sibylle Plogstedt. Studium der Sozialwissenschaften in Berlin. 1969-1971 politische Haft in Prag. 1974–76 Tätigkeit am Sonderforschungsbereich des Osteuropa-Instituts, beendet durch ein Berufsverbot an der FU Berlin, 1976 Begründerin und Mitherausgeberin der feministischen Zeitschrift: „Berliner Frauenzeitung Courage“. 1979 Dissertation an der FU Berlin. Thema: Arbeitskämpfe in der sowjetischen Industrie (1917-1933), Campus-Verlag. Diverse Studien über sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Arbeitet heute als freie Journalistin und Autorin in Bonn für verschiedene Medien, vor allem für das Fernsehen. www.sibylle-plogstedt.de
Dr. Ute Holl forscht zur frühen Kino- und Wahrnehmungsgeschichte, zur Wissensgeschichte von Bildern und zum experimentellen und ethnographischen Film; Nach verschiedenen Berufen als Verlagslektorin, Redakteurin, Dokumentarfilmerin 2000 eine Promotion über die Geschichte kinematographischer Bewegung anlässlich von Maya Derens Filmarbeit. Publiziert als: Kino, Trance und Kybernetik, Berlin, Brinkmann und Bose, 2002. Zusammen mit Jutta Hercher außerdem die neue Übersetzung und kommentierte Herausgabe der Schriften Derens: Choreographie für eine Kamera. Maya Derens Schriften zum Film. Hamburg, material verlag der Hochschule für bildende Künste Hamburg, 1995. Lehrt derzeit an der Bauhaus-Universität Weimar.
Dr. Rosalinde Sartorti, Slawistin und Kulturwissenschaftlerin am Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin.
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Kinothek Asta Nielsen e.V. www.kinothek-asta-nielsen.de